Die MULTIPLEX MC 4000 – alle Möglichkeiten bekannt?
Einige Tips zum Umgang / zur Programmierung des Senders.
Seit fast zwei Jahren ist die MC 4000 inzwischen in neuer Version auf dem Markt. Wie bei allen größeren Sendern stehen unzählige Funktionen zur Verfügung, die auch im Handbuch nicht näher beschrieben sind. Deshalb möchte ich einige praktische Tips zum Umgang und zur Programmierung der MC 4000 abgeben. Ich möchte anhand der Programmierung meines WM-Modells "F5-Tiger – Patrouille Suisse" einige kleine Beispiele aufzeigen, wie die MC4000 optimal genutzt werden kann.Das erste Modell Wenn ein neues Modell im Speicher angelegt werden soll, ist die erste entscheidende Frage; Welcher Basistyp darf’s denn sein? Vorsicht Falle! Sollten Sie den Basistyp (z.B. Trainer –1 Querruder) eingestellt haben, gelingt Ihnen nur per PC-Verbindung eine Umwandlung in den UNIVERSAL-TYP. Deshalb sollten Sie genau vorher überlegen, ob es denn später für dieses Modell nicht doch ein paar Funktionen mehr sein dürfen und legen dann gleich den UNIVERSAL-Typ an. Dies kostet zwar geringfügig mehr Speicherkapazität, Sie sind aber immer auf der "sicheren Seite". Ein Vorteil geht jedoch verloren: Sie müssen sämtliche Einstellungen "von Hand" vornehmen, Sie haben keinerlei feste Zuordnungen mehr!
Im Menu "NAME" können Sie später jederzeit überprüfen, welchen Basis-Typ Sie gewählt haben. Hier ändern wir jetzt auch den Namen auf "F5 – Tiger". Die Schritte im einzelnen:

Nach Drücken des Cursors gelangen Sie in das Menu1. Mit einem weiterem Drücken von kommen Sie in folgendes Menu:
Hier können Sie einen anderen Speicher auswählen, nochmals einen TRIMM-CHECK durchführen und den NAMEN ändern. Dies wollen wir jetzt durchführen und wählen mit das entsprechende Menu:
Mit einem Druck auf wird der erste Buchstabe markiert und Sie können ihn mit den + / - Tasten oder mit dem Digi-Einsteller verändern. Durch weiteres Drücken von gelangen Sie immer eine Stelle weiter nach rechts. Anschließend sieht das Bild wie folgt aus:

Durch Druck auf die Taste [M] gelangen Sie wieder in das Speicher-Funktionen-Menu.Haben Sie den richtigen Empfänger ausgewählt? Sie können einige Probleme vermeiden, wenn Sie jetzt direkt den richtigen Empfänger – Typ auswählen:

Durch drücken von und anschließend 3x [+] gelangen Sie in das Menu 4:

Anschließend gelangen Sie durch drücken von in das Betriebsartmenu:

Durch Drücken von und anschließend [R] wechseln Sie vom PPM-Modus in den PCM-Modus. Wenn Sie nicht PCM fliegen sondern einen anderen PPM-Empfänger auswählen wollen, suchen Sie ihn mit den Tasten [+] und [-]. Mit [M] beenden Sie die Auswahl.Die Geber-Zuordnung Ein Vorteil der MPX ist, daß die Geber total unabhängig von den Servos programmiert werden. Dies fordert von Umsteigern auch einiges an Umdenken, aber es ist logisch nachvollziehbar. Ich fliege Querruder und Motordrossel auf dem rechten Steuerknüppel und Höhen-/Seitenruder links. Daher müssen wir jetzt die Geber entsprechend zuordnen:

Nach drücken kommt:

Dann müssen Sie die [+]-Taste drücken, um in das Menu 2 zu gelangen:

Der erste Schritt ist jetzt die Zuordnung der Geber, also drücken:

Mit setzen Sie den Cursor auf den Geber. Mit der [+] oder [-] Taste wählen Sie den zu verändernden Geber aus. Mit der Taste können Sie dem ausgewählten Geber eine Steuerfunktion zuordnen. Die Auswahl geschieht hier auch über die [+] oder [-] Taste.
Ordnen Sie die Geber Ihren Steuergewohnheiten zu, zusätzlich brauchen wir noch den Geber "G", der steuert "FAHRWERK" (Einziehfahrwerk). Die weiteren Funktionen wie Bremsen usw. erkläre ich später.Die Servo-Zuordnung Nachdem die Geber zugeordnet sind, müssen wir jetzt die entsprechenden Servos den Servoausgängen des Empfängers zuordnen: Sie soll wie folgt aussehen:
Servo 1: Taileron
Servo 2: Taileron
Servo 3: Seitenruder
Servo 4: Bugradsteuerung
Servo 5: Turbine 1
Servo 6: Turbine 2
Servo 7: Einziehfahrwerk
Servo 8: Radbremsen
Anmerkungen: Die Tailerons sind nichts anderes als ein DELTA-Mischer. Da aber der Delta-Mischer (wie bei anderen Sendern von FUTABA und JR ebenfalls feststellbar) nicht ganz fehlerfrei ist, möchte ich in diesem Beispiel einen freien Mischer mit dieser Funktion programmieren.Der freie Mischer: Die Programmierung des DELTA-MISCHERS Im Menu 2 müssen als erstes die Servos an den Ausgängen 1+2 dem freien Mischer "SERVOMIX" zugeordnet werden:

Wenn dies geschehen ist, können Sie definieren, was dieser Mischer machen soll. Mit [M] gelangen Sie wieder in das Menu 2 und durch Druck auf in das Menu "Mixer".
Oben links können Sie alle Servos durchblättern, denen ein freier Mischer zugeordnet ist. Als erstes erscheint unser Servo 1.

Der erste Anteil des Mischers wird durch das Querruder gesteuert. Durch Druck auf aktivieren Sie den ersten Anteil und wählen dann mit [+] oder [-] den entsprechenden Geber.

Dann muß der zweite Anteil des Mischers eingegeben werden. Den zweiten Anteil aktivieren Sie durch Druck auf und dann auf [+]

Mit einem weiterem Druck auf können Sie dann den zweiten Geber für diesen Mischer einstellen. Hier aktivieren Sie jetzt den Geber für das Höhenruder.

Auf diese Art und Weise lassen sich 8! Verschiedene Anteile für einen Mischer festlegen. Und das geniale daran: Als Grundlage für einen Anteil kann ein fertiger Mischer dienen! Also: Unendlich viele Möglichkeiten.
Den oben beschriebenen Weg müssen Sie nun für den Servoausgang 2 noch nachvollziehen und fertig ist der DELTA-MISCHER!
Das einzige, was Sie jetzt noch tun müssen: Beachten der Nullwerte der Servos, Überprüfen der korrekten Drehrichtung bei den Gebern HÖHE und QUER.
Dazu wählen Sie das Menu 1 aus und gehen dann mit in das Menu SERVOS. Anschließend mit in das Menu Weg/Kurve.

Hier können Sie jetzt für jedes Servo den Mischanteil und die Drehrichtung bestimmen. Beispielhaft soll es jetzt für das erste Delta-Servo eingestellt werden:
Mit können Sie bestimmen welchen Geberanteil Sie verändern wollen. Als erstes erscheint QUER, als zweites (nach dem Drücken von [+]) erscheint HÖHE. Hier können Sie jetzt durch drücken von den Weg für jede Richtung ändern sowie die Drehrichtung durch Druck auf [R] gar umpolen.
Um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen können Sie diesem freien Mischer einen aussagefähigen Namen zuordnen:
Im Menu 2 wählen Sie nochmals das Menü "MIXER" und durch mehrmaliges drücken auf können Sie jetzt nacheinander die vorhandenen Buchstaben "Servomix" mit [+] und [-] oder dem Digi-Einsteller verändern. In unserem Beispiel wähle ich die Bezeichnung "TAILERON". Dies müssen Sie dann auch für das zweite Servo machen.
Die Bugradsteuerung Das Bugrad wird über ein separates Servo und einem eigenem Servoausgang am Empfänger gesteuert. Dies hat folgende Hintergründe: In den seltensten Fällen stimmt die Drehrichtung mit dem des Seitenruders überein. Es sollen zudem unterschiedliche Ausschläge einstellbar sein. Als weiterer Punkt sollen die Ausschläge zusätzlich über den Schieber Geber E unabhängig vom Geber A (Seitenruder) steuerbar sein. Dies hat den Vorteil, daß die Neutralstellung des Bugradservos unabhängig von der Seitenrudertrimmung eingestellt werden kann, das Bugrad aber dennoch voll über den Geber A (Seitenruder gesteuert wird).
Doch wie kann so eine Einstellung vorgenommen werden? Sie erahnen vielleicht die Lösung? Sie heißt wieder "freier Mischer"!
Zunächst müssen Sie dem Geber E eine Funktion zuweisen. Dies geschieht im Menu 2: Geber zuordnen

Anschließend müssen Sie im Menü 2 dem Servoausgang 4 den freien Mischer "SERVOMIX" zuordnen. Wir gehen jetzt einmal davon aus, daß Sie am Ausgang 3 das Seitenruderservo anschließen und am Ausgang 4 das Bugradservo.
Mit [M] gelangen Sie wieder in das Menu 2 und wählen dann mit die Mixer-Einstellungen aus. Mit drücken auf und anschließendem mehrmaligen Druck auf [+] wählen Sie dann denn Servoausgang 4 aus. Ändern Sie durch Druck auf am besten gleich den Namen für dieses Servo auf "BUGRAD"

Der erste Anteil für das Servo kommt vom Geber A (Seitenruder):

Der zweite Anteil kommt vom Geber E (Lenkung):

Wer den kompletten Artikel lesen will, kauft sich bitte das FMT-Sonderheft "Motorflug", das im September '98 erscheint.